Doppelmoral per Gesetz

Der Fall Kaepernick und die Polizei – ein Statement gegen den strukturellen Rassismus in den USA

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Kniend oder stehend. »Ich stehe nicht auf, um Stolz auf die Flagge eines Landes zu zeigen, das schwarze und farbige Menschen unterdrückt«, erklärte der US-amerikanische Footballspieler Colin Kaepernick seine öffentliche Verweigerung, die Nationalhymne stehend und mit der Hand auf dem Herzen anzuhören. Foto: John G Mabanglo/EPA/dpa (li.) Mike Blake/Reuters (re.)
In den USA schlägt die Auseinandersetzung um den von Footballstar Colin Kaepernick im August 2016 ausgelösten Protest gegen rassistische Polizeigewalt hohe Wellen. Zu Beginn eines jeden Spiels weigerte er sich zum Klang der Nationalhymne aufzustehen. Deren Abspielen ist seit dem Jahr 2009, als der US-Footballverband NFL und das US-Verteidigungsministerium einen Vertrag zur Förderung der patriotischen Moral geschlossen hatten, obligatorisch. Gegenüber der Presse erklärte Kaepernick: »Ich stehe nicht auf, um Stolz auf die Flagge eines Landes zu zeigen, das schwarze und farbige Menschen unterdrückt (…).« Inzwischen folgen zahlreiche Athleten nicht nur der NFL, sondern auch anderer Sportarten dem Beispiel des ehemaligen Quarterbacks der San Francisco…..

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