Syrische Armee startet Offensive auf die „neue IS-Hauptstadt“

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Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) unter dem Kommando der Eliteeinheit der „Tiger Forces“ und verbündete Gruppierungen konnten in der Provinz Deir ez-Zor entlang des Euphrats vordringen und sich der „neuen Hauptstadt“ des Islamischen Staates, al-Mayadeen, annähern. Die einst 20.000 Einwohner zählende Kleinstadt wurde nach der Bedrohung von Raqqah zum neuen administrativen Zentrum ernannt, viele wichtige Mitglieder des IS befinden sich dort zurzeit.

Der Vorstoß startete von den Gebieten südlich der Großstadt Deir ez-Zor aus und drang entlang des Euphrats weiter südlich vor. Die Armee konzentriert sich dabei nicht auf das von Feldern und Dörfer dominierte Euphrat-Tal sondern die umliegenden Hügelketten, z.B. konnten Umm Qamadah und Ard Hamirah erobert werden. Dabei wird das Terrain ausgenutzt, die Hügel geben Feuerüberlegenheit über die Dörfer im Tal, die inzwischen größtenteils auch verlassen sein sollten. Verschiedenen Angaben zufolge befindet sich die Armee noch 7-10 Kilometer von al-Mayadeen entfernt.

Die Operation startet parallel zu einer großen Gegenoffensive des Islamischen Staates im Osten des Landes, die bisher teilweise erfolgreich ist und für beide Seiten enorme Verluste bedeutet. Dennoch scheint der IS dafür wenig Priorität in den Schutz von al-Mayadeen zu stecken, bisher gibt es kaum Berichte vom Widerstand der IS-Kämpfer. Quelle:

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