Vor 120 Jahren wurde die Zionistische Weltorganisation (WZO) gegründet

n Deutschland hält sich hartnäckig die Meinung, die Gründung des Staates Israel sei eine Folge des Holocausts gewesen. Dieses Narrativ wird besonders von den Unterstützern Israels verbreitet, um damit das zionistische siedlerkolonialistische Projekt in Palästina zu rechtfertigen. Aufgrund Jahrzehnte langer Propaganda ist dieses Narrativ hierzulande so allgegenwärtig und verfestigt, dass auch Israel-Kritiker es verinnerlicht haben. Aber die Realität sieht anders aus.

Der Zionismus, ein europäischer Siedlerkolonialismus

Der Zionismus entstand lange vor dem Holocaust und sogar vor dem Aufstieg des Faschismus.

In diesem August jährte sich zum 120. Mal die Gründung der Zionistischen Organisation, die sich später in Zionistische Weltorganisation umbenannte. Diese Organisation wurde im August 1897 in Basel gegründet. Zu ihrem ersten Vorsitzenden wurde auf dem Gründungskongress in Basel Theodor Herzl gewählt, der bereits 1896 in seinem Werk „Der Judenstaat“ die Umrisse des zionistischen Projekts in Palästina dargelegt hatte. Auf dem Kongress wurde das Basler Programm verabschiedet, in dem dem die sich formierende Kolonialbewegung ihre Ziele formulierte:

  1. „Der Zionismus erstrebt die Erwerbung einer sicheren Zuflucht für das Volk israel in erez Israel durch eine [internationale} öffentliche Entscheidung,“
  2. Die praktische Kolonisierung Palästinas,
  3. Die Gewinnung er Unterstützung von internationalen Regierungen für das Projekt,
  4. Die Stärkung des jüdischen Nationalbewusstseins.[1]

Der Träger des Zionismus war das europäische jüdische Kleinbürgertum.

Der Zionismus war ein typisches Produkt……

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