Flüchtlingshetze, innere Aufrüstung und wachsende Spannungen mit den USA

Das groß angekündigte TV-Duell zwischen der amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem sozialdemokratischen Herausforderer Martin Schulz am Sonntagabend war ein politisch abstoßendes Schauspiel.

Merkel und Schulz stimmten in nahezu allen Fragen überein und plädierten unter anderem für ein schärferes Vorgehen gegen Flüchtlinge, mehr Polizei und eine aggressivere deutsche und europäische Außenpolitik. Fragen, die Millionen von Menschen bewegen – soziale Ungleichheit und Krieg –, wurden nur am Rande thematisiert. Die nach den Wahlen geplante und von beiden Kandidaten unterstützte massive Aufrüstung der Bundeswehr kam überhaupt nicht zur Sprache.

In den ersten 60 Minuten der insgesamt eineinhalbstündigen Debatte ging es ausschließlich um die Themen Flüchtlingspolitik und Türkei. Angetrieben von den vier Moderatoren Claus Strunz (Sat1), Sandra Maischberger (ARD), Maybrit Illner (ZDF) und Peter Klöppel (RTL), ließen sich beide Kandidaten zu immer aggressiveren Aussagen gegen Flüchtlinge und die türkische Regierung hinreißen. Dabei attackierte Schulz die Kanzlerin wiederholt von rechts. Merkel habe im Jahr…..

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