Netanjahu zu Putin: Der Iran muss Syrien verlassen oder „wir werden handeln“

von Tyler Durden, 24.08.2017 Zerohedge

Für Netanjahu und andere israelische Offizielle war nie der schwarz gekleidete Todeskult das Hauptproblem, der sich bei der Enthauptung von Amerikanern und beim Verbrennen von Menschen gefilmt hat. „Soll das sunnitische Übel doch siegen,“ sagen sie.

Israel droht mit einer militärischen Eskalation in Syrien gegen die vermeintlichen iranischen Interessen. Diese Woche hat Netanjahu erklärt: „Wir werden wenn nötig entsprechend unserer roten Linien handeln.“ Er deutet damit an, dass er an seiner Grenze lieber ISIS in Syrien sieht als mit dem Iran verbündete Kämpfer. Und das zu einem Zeitpunkt da ISIS zerbröselt und zu einer Zeit, da die meisten Weltführer jener Nationen, die den von außen angestachelten Stellvertreterkrieg in Syrien betrieben haben, ihre Rhetorik über das zukünftige Schicksal der Assad-Regierung gemäßigt haben.

Nach dem jahrelangen Getrommel mit kriegerischen Stellungnahmen aus dem Westen und wiederholtem Gerede von „Assad muss gehen“, „roten Linien“ und Jahren regelmäßiger, gescheiterter Vorhersagen über „einen bevorstehenden Fall des Regimes“, so scheint es nun eine allgemeine Akzeptanz zu geben, dass die syrische Regierung in dem sechs Jahre dauernden Konflikt als Sieger hervorgeht. Nicht nur hat Trump diesen Sommer die Beendigung des Regimewechsel-Programms der CIA gegen Assad angeordnet, sondern es scheint so, dass sogar Golfstaaten – die seit jüngstem selbst in ihren eigenen politischen Bürgerkrieg der GCC verstrickt sind und öffentlich ihre Schmutzwäsche waschen – dazu gezwungen sind, ihre Rhetorik zu mäßigen. Auch die Türkei hat widerwillig ihre Prioritäten in Syrien…..

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