Steuerparadies Irland entlarvt statistische Manipulationen

Für Irland gibt es jetzt eine offiziell berechnete Alternative zum Bruttoinlandsprodukt. Das Ziel ist aber nicht etwa, das in vieler Hinsicht ungeegnete und durch gezielte Manipulationen der Standards aufgeblähte BIP zu reformieren, sondern die nötige Reform zu vermeiden.

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Als das irische Statistikamt bekanntgab, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2015 um 26 Prozent gestiegen sei, scheuchte das die internationale Statistik-Community gehörig auf. Denn, was wie ein Rechenfehler aussah und nichts mit der Produktionsentwicklung auf der Insel zu tun hatte, war korrekt nach den Vorgaben der internationalen Statistik-Konventionen ermittelt. Dann können diese Konventionen nicht allzu viel taugen, ist ein naheliegender Schluss. Entsprechend schnell und entschlossen reagierten die Statistiker.

Das Ergebnis einer ungewöhnlich schnell einberufenen und arbeitenden Kommission ist eine neue Maßzahl, speziell für Irlands Wirtschaft, die im Juli erstmals veröffentlicht wurde: das modifizierte Bruttonationaleinkommen, kurz GNI*. Es ist fast ein volles Drittel kleiner als das BIP, und es soll nicht so wild hin- und…..

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