Im neuen „Reich des Bösen“: Wo die Sprache verroht, verrohen auch die Sitten

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„Denjenigen, die unsere Werte angreifen, brechen wir die Hände, schneiden ihnen die Zunge ab und vernichten ihr Leben.“: Der türkische Parlamentspräsident Ismail Kahraman vor der Nationalversammlung anlässlich einer Feierstunde zu Niederschlagung des Putschversuchs am 15. Juli vor einem Jahr. „Niemand darf ungestraft davonkommen; wir werden diesen Verrätern die Köpfe abreißen.“: Staatspräsident Erdogan am selben Tag vor einer ihm frenetisch huldigenden Menschenmasse in Istanbul. – Sprache ist eine mächtige Waffe, dessen sollten sich alle, die damit arbeiten, bewusst sein. Die Tonalität, die aus der Türkei in die Welt und insbesondere nach Europa dringt, übertrifft alles, was an verbaler Verrohung dokumentiert ist.

Nicht einmal die hauptamtlichen Propagandisten und Demagogen der Nazis haben sich in derartige offen menschenverachtende Formulierungen….

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