Saudis wollen den Mittleren Osten beherrschen

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Liebe Freunde, wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie die Saudis mit dem Gedanken eines neuen Golfkrieges spielen. Um den Mittleren Osten zu beherrschen, wollen sie Iran in die Knie zwingen. Dazu haben sie sich mit Israel verbündet. Dazu führen sie in Syrien und im Jemen Stellvertreter-Kriege gegen Iran. Dazu haben sie für hunderte Milliarden Dollar westliche Waffen gekauft. Dazu wollen sie Katar in ihre saudisch-amerikanisch-israelische Angriffsachse gegen Iran zwingen. Und dazu wurde jetzt der 31-jährige Ober-Falke Mohammed bin Salman zum Thronfolger eingesetzt. Es fehlt eigentlich nur noch ein Vorwand, um loszuschlagen.

Schon der letzte saudische König Abdullah hatte die USA mehrfach aufgefordert, Iran anzugreifen und „der Schlange den Kopf abzuschlagen.“ Die Chancen der Saudis, ihre Pläne durchzusetzen, sind gestiegen, seit auch der neue US-Präsident ständig Drohungen gegen Iran ausstößt. Trump sucht verzweifelt nach einem Ausweg aus den Mause-Fallen der amerikanischen Innenpolitik. Europas Politiker müssen alles tun, um die saudisch-israelisch-amerikanischen Pläne zu durchkreuzen. Notfalls zusammen mit Russland und China.
Saudi-Arabien ist als größter Terrorsponsor und Kriegstreiber des Mittleren Ostens kein „Stabilitätsanker“ – wie de Maiziere meint. Sondern eine große Gefahr für die Stabilität der Welt. Waffenlieferungen an dieses Land sind unverantwortlich. Euer JT

PS: Ceterum censeo: Wir brauchen eine Friedenskonferenz für den Mittleren Osten. Ich werde nicht müde werden, daran zu erinnern. Im langfristigen Interesse Aller. Auch der Saudis. Diese hatten doch im Jahr 2002 selbst eine umfassende „Arabische Friedensinitiative“ vorgeschlagen. In diese Initiative müsste im Grunde nur noch Iran eingebunden werden. Jürgen Todenhöfer

 

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