Weitere Verzweiflungstat der USA in Syrien

Eigentlich wollten die Russen eine neue Eskalation mit den USA in Syrien zumindest bis zum Treffen Putin-Trump in Hamburg oder Berlin (am Rande des G20-Gipfels Anfang Juli) möglichst vermeiden. Aber nachdem gestern ein syrisches Militärflugzeug, das in der Provinz Raqqa Angriffe auf IS-Stellungen geflogen hat, von einem US-Kampfjets abgeschossen wurde, könnte es jetzt kurzfristig doch noch gefährlich werden.

Bildergebnis für syrien map

Donald Trump hat seit dem ersten Tag seiner Amtsführung nicht den Hauch einer Chance gegen die Kräfte im militärisch-Industriellen Komplexes gehabt. Er ist alles andere als der mächtigste Mann der Welt. Vielmehr ist er ein Gefangener im Weißen Haus und wird rund um die Uhr überwacht – was für einen US-Präsidenten nicht immer positiv ist. Besonders dann nicht, wenn man von vornherein vorgehabt hat, eine andere Linie zu fahren, als es die Elite vorgegeben hat. Er kann nichts mehr unternehmen, ohne von den Kräften im Hintergrund nicht erwischt zu werden. Auch das anbiedern von Trump bei den Geheimdiensten, den Militärs, der Israel-Lobby oder den Konzernbossen der Rüstungsindustrie hat scheinbar nicht geholfen. Trump ist vom ersten Tag als Präsident damit beschäftigt gewesen seine eigene Haut zu retten – anstatt seine Politik umzusetzen. Was sich in Syrien oder anderswo auf der Welt abspielt, hat er längst seinem Regierungsteam überlassen – die wiederum stets von Beratern und Lobbyisten beeinflusst werden. Somit ist es nicht verwunderlich, dass speziell in Syrien die Politik von Obama fast identisch fortgesetzt wird. Und dadurch, dass Trump innenpolitisch so dermaßen geschwächt ist, haben die Kriegstreiber in Washington aktuell sogar mehr……

Kommentare sind geschlossen.