Ein Wind des Laizismus weht in der islamischen Welt von Thierry Meyssan

Donald Trumps Rede in Riad löste eine Welle von Stellungnahmen gegen den Terror und gegen den politischen Islam aus. Die arabische Welt drückt ihren Durst nach Säkularismus zum einem Zeitpunkt aus, wo dieser in Europa denaturiert ist und gegen die Religionen verwendet wird. Gegen diesen Aufschwung zur Freiheit organisieren die Briten das Lager des politischen Islams rund um den Katar, Iran, die Türkei und die Muslim-Bruderschaft.

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Wenig bekannt in der westlichen Welt, Sayyid Qutb (1906-66) ist der Bezugs-Denker des „politischen Islam“, d. h. vom Willen, die Gesellschaft und die Privatsphäre der Individuen zu organisieren, unabhängig von ihrer Religion, gemäß einer Interpretation des Islam. 1953 trat er der Muslim-Bruderschaft bei. Er reinigte die Ideologie von Hassan el-Banna von allen nationalistischen Elementen, um eine Lehre zu etablieren, die gegen alle kontextuellen Elemente unempfindlich ist. In 64 Jahren haben viele Muslime in der Welt die Spiritualität des Islam aufgegeben, um die ausschließlich politische Lehre von Sayyid Qutb anzunehmen. Seine Gedanken strukturieren alle dschihadistischen Gruppen.

Während der Kolonisation und während des ganzen Kalten Krieges verwendeten die imperialistischen Mächte die Religionen, um jegliche Opposition gegenüber ihrer Vorherrschaft zu ersticken. So beschloss Frankreich, das im Jahre 1905 ein wichtiges Gesetz über Säkularismus seiner Institutionen erließ, dieses sofort in den kolonisierten Gebieten nicht anzuwenden.

Heute wissen wir, dass der Arabische Frühling eine britische Initiative war, um die Muslim-Bruderschaft an die Macht zu hieven und damit die angelsächsische Vorherrschaft über den „Erweiterten Nahen Osten“ zu stärken.

Seit 16 Jahren beschuldigt der Westen zu Recht die…..

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