Nordkorea – Aggression oder Verteidigung?

Von Peter Haisenko 

Mit einer Reichweite von 700 Kilometern hat der letzte Raketentest Nordkoreas nicht einmal das Niveau von Hitlers V2 erreicht. Es ist fraglich, ob mit dieser Rakete ein Atomsprengkopf transportiert werden kann. Dennoch konstruieren die USA daraus ein Bedrohungsszenario für ihr Land, indem sie annehmen, dass in absehbarer Zeit eine US-Militärbasis im Westpazifik getroffen werden könnte. Um echtes US-Gebiet inklusive Hawaii angreifen zu können, müsste Nordkorea eine Interkontinentalrakete haben.

Der Atomwaffensperrvertrag wird allgemein als gut und richtig wahrgenommen. Die Wahrheit aber ist, dass sich ein Land nur dann gegen eine US-Aggression wehren kann, wenn es Atomwaffen hat. Dabei geht es gar nicht darum, die USA direkt mit Interkontinentalkapazität zu bedrohen. Allerdings kann mit einer atomar bestückten Mittelstreckenwaffe ein ganzer Flugzeugträgerverband vernichtet werden, ohne Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Darum geht es, denn die amerikanischen Flugzeugträger sind es, die an vorderster Front zur Zerstörung missliebiger Staaten stehen. Wer diese also abwehren, zerstören kann, ist einigermaßen gegen US-Aggression geschützt. Der Atomwaffensperrvertrag dient folglich in erster Linie dem Ziel, die absolute….

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