Wie Facebook und Twitter den Journalismus kolonisieren

Emily Bell ist so etwas wie die Jeanne d’Arc des Journalismus. Unerschrocken und unermüdlich tut sie das, was eigentlich das Kerngeschäft exzellenter Medienjournalisten sein sollte – ganz egal, ob sie bei der New York Times oder bei der Frankfurter Allgemeinen, bei der NZZ oder beim Tages-Anzeiger arbeiten: Sie bietet Plattform-Betreibern wie Facebook und Twitter die Stirn und macht darauf aufmerksam, wie diese mit ihrem Geschäftsgebaren den Journalismus kolonisieren und ihm seine Existenzgrundlage entziehen.

Bell ist Direktorin des Tow Center for Digital Journalism an der Columbia University und hat zuvor beim Guardian die Digitalversion verantwortet. Sie ist die mutmaßlich international prominenteste Grenzgängerin zwischen der Medienforschung und dem Journalismus. Unser Nachrichten-Ökosystem, so ihre Auffassung, hat sich in den letzten fünf Jahren dramatischer……

Kommentare sind geschlossen.