Paris After-Show-Party

Der erste Fehler: Emmanuel Macrons Veranstalter spielte bei der Wahlsiegerveranstaltung statt der französischen Nationalhymne Beethovens „Ode an die Freude“. Nun, wenigstens haben sie nicht „Deutschland, Deutschland über alles“ gespielt. Die Spannungen in Euroland bleiben bestehen: Eine Jugendarbeitslosigkeit von über 20%, die übertünchte Insolvenz der europäischen Banken und das unerbittliche Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivitäten, insbesondere am südlichen Rand der EU.

 

Der Kampf der Kulturen (Clash of Civilizations), den sich die EU mit der Flüchtlingsschwemme selbst auferlegt hat, hängt immer noch wie ein Hidschab über dem Kontinent. Dass es rund um die Wahl keine islamistische Terrorgewalt gab, das sollte keinen beruhigen. Das Interesse der Dschihadisten (Anm.d.Ü.: der Geheimdienste) liegt womöglich daran, die Schwammigkeit des Status Quo zu erhalten, mit ihren sentimentalen Multikulti-Fantasien – können wir nicht alle miteinander auskommen? –daher war En Marche (Anm.d.Ü.: Am Arsch) ihre beste Hoffnung. LePen hätte vielleicht härter zurückgeschlagen. Macron scheint die Islam-Gegner Frankreichs in einer Nährlösung aus einer leichten Sauce Hollandaise…..

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