Merkel fordert „harte Verhandlungen“ – soll der Brexit bestraft werden?

Es ist zur Gewohnheit geworden, Staaten zu „bestrafen“, die andere Wege einschlagen, als den westlichen Machteliten genehm ist. Die Engländer haben sich entschieden, die Eurokratie zu verlassen. Nicht nur Merkel fordert jetzt „harte“ Austrittsverhandlungen. Offensichtlich soll hier ein Exempel statuiert werden, um andere Staaten von diesem Schritt abzuschrecken. Vernünftiger wäre es, mit dem Brexit über neue Formen der Zusammenarbeit zu diskutieren und so vielleicht ein neues Modell für Europa zu schaffen.

Offensichtlich hat der Status der EU für die Eurokraten einen ähnlich religionsgleichen Stellenwert erreicht wie die westliche Demokratie. Wer den Regulierungswahnsinn nicht mehr mitmachen will, wird exkommuniziert und in die Hölle verbannt. Er soll leiden, für sein Sakrileg, denn es könnte ja sein, dass andernfalls andere seinem Beispiel folgen. Die britischen Eliten waren noch nie von einem vereinten Europa begeistert, das nicht unter ihrer Führung steht. Dementsprechend haben sie sich innerhalb der EU verhalten und es gab nicht wenige, die bereits vorab einem Brexit nicht nachweinen wollten. Warum also jetzt die Forderung nach „harten Austrittsverhandlungen“?

Werden wir die Briten eines Tages beneiden?

Unvoreingenommen betrachtet könnte der Austritt ganz einfach sein. Man setzt sich in bester Absicht zusammen und vereinbart, welche Teile der Verträge…..

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