Die Franzosen versenken sich selbst von Thierry Meyssan

Wir erleben eine historische Wende in Frankreich, in der das ehemalige politische Spektrum auseinander fliegt und wo eine neue Kluft auftaucht. Angesichts der intensiven Medien-Propaganda, die das Land heimsucht, erkennen die Franzosen die wahren Richtlinien nicht mehr und klammern sich an rote Linien, die nicht mehr existieren. Dennoch sind die Fakten klar und manche Entwicklungen absehbar.

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Eine private Party in La Rotonde: begrüßt wie der neue französische Präsident, empfängt Emmanuel Macron Persönlichkeiten von dem CAC40 [franz. Börsenindex] und vom Showbusiness am Abend der ersten Wahlrunde. Hier im Gespräch mit seinem Freund, dem Bankier Jacques Attali.

Nach einem hektischen Wahlkampf qualifizierten die Franzosen Emmanuel Macron und Marine Le Pen für die zweite Runde der Präsidentschaftswahl.

Fast alle geschlagenen Kandidaten, mit Ausnahme von Jean-Luc Mélenchon – und das ist kein Zufall – haben schon aufgerufen für Macron zu stimmen, der also leicht die Stichwahl gewinnen dürfte.

Die beiden großen historischen Parteien, die Frankreich seit Anfang der fünften Republik regiert haben, die Republikaner (Ex-Gaullisten) und die sozialistische Partei (Ehemalige Jaurès Anhänger) haben verloren. Stattdessen kommt ein Neuling von En Marche! auf den ersten Platz und steht dem FN [der Nationalen Front] gegenüber.

Gibt es einen Faschismus-Kandidaten?

In der französischen Geschichte ist es nicht das erste Mal, dass so eine Kluft entsteht: auf der einen Seite, ein Unterstützer des Bündnisses mit dem, was…..

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