Edelmetalle 2017: Das Ende der Manipulationen und die Rolle der "neuen Garde"

Seit fast vier Jahren beobachte ich nun schon die Preisentwicklung am Edelmetallmarkt zur Eröffnung des Londoner Papiermarktes um 02:15 Uhr. An 806 der insgesamt 923 Tage, die seitdem vergangen sind, wurden die Gold- und Silberkurse vom allgegenwärtigen "Kartellboten"-Algorithmus attackiert oder zuerst gedeckelt und dann nach unten gedrückt. Tatsächlich wurde dieser Algorithmus in den letzten 15 Jahren (so lange beschäftige ich mich bereits mit den Edelmetallmärkten) zu praktisch jeder Tageszeit eingesetzt, um alle Rallys der Gold- und Silberkurse zu stoppen.

Als ich jedoch im Juli 2013 begann, speziell das "02:15-Uhr-Phänomen" im Auge zu behalten, notierten Gold und Silber bereits auf einen niedrigen Niveau, bei 1.300 $ bzw. 19 $. Seitdem ist Gold, per aktuellem Kurs in US-Dollar, gerade einmal um 7% gefallen, während der Silberpreis 11% gesunken ist. Dennoch sind die Preise zur Eröffnung des europäischen Marktes in 87% der Fälle eingebrochen. Eine solch einseitige Verteilung der täglichen Kursmuster ist schon fast lächerlich unplausibel - oder wäre es zumindest an einem wirklich freien Markt.

Open in new window Der Europreis von Gold und Silber ist innerhalb dieser drei Jahre und acht Monate allerdings nicht zurückgegangen, sondern um 15% bzw. 11% gestiegen, während die EZB die Zinssätze auf unter 0% gesenkt und mehr ......

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