Fake-News-«Arena»

Warum SRF-Moderator Jonas Projer dank Donald Trump zu 
einem besseren Journalisten 
werden könnte. Von Roger Köppel

Fake-News-Projer in Aktion.Bild: SRF (zVg)

Fake News am Leutschenbach: Seine letzte «Arena»-Sendung eröffnete Moderator ­Jonas Projer mit der verwegenen Behauptung, US-Präsident Donald Trump habe «die Medien» als «Feinde des amerikanischen Volks» bezeichnet. Er bezog sich damit auf ­einen vieldiskutierten Twitter-Eintrag des mitteilungsbedürftigen neuen Chefs im ­Weissen Haus aus letzter Zeit.

SRF-Mitarbeiter und «Arena»-Gast Roger Schawinski nahm den Steilpass mit vibrierender Stimme auf, seine Empörung dem Publikum geradezu entgegenschleudernd: «Wer das sagt, hat eine Grenze überschritten [. . .].

 
Wer das sagt, ist gegen die Demokratie.» Das wollte Schawinskis SRF-Kollege Projer hören. Das sass.Dumm nur, dass Trump diesen Satz so nie ­gesagt hat. Sein Original-Tweet vom 17. Fe­bruar, 22 Uhr 48, lautete: «Die FAKE-NEWS-­Medien (die scheiternde @nytimes, @NBCNews, @ABC, @CBS, @CNN) sind nicht mein Feind, sie sind der Feind des amerikanischen Volkes.» Was immer man von dieser Feststellung halten mag, es ist, anders als von Projer und Schawinski sinnentstellend kolportiert, keine pauschale Verurteilung «der Medien» als «Feinde» der Amerikaner, sondern....

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