Ausnahmezustand in Frankreich

Seit über einem Jahr herrscht in Frankreich nun schon ununterbrochen der Ausnahmezustand. Von Deutschland aus gesehen merkt man davon so gut wie nichts. Es lohnt sich, näher hinzuschauen. Ein regelmäßiger Besucher meiner Seiten hat Bericht erstattet: Ganz zu Anfang der Ereignisse waren die Franzosen demonstrativ solidarisch. Die Nachricht vom Attentat auf die Redaktion der Zeitschrift Charlie Hebdo verbreitete sich am Nachmittag eines trüben Januartags 2015 wie ein Lauffeuer im Land. Wenige Stunden später versammelten sich zahllose Menschen spontan auf den zentralen Plätzen der Städte ( Darunter kaum zahlende Leser dieser Satire – Zeitschrift ; Charlie Hebdo stand wegen schwacher Auflage kurz vor dem Aus . ), zündeten Kerzen der Solidarität mit Opfern und Überlebenden an , und von den Mauern prangten die ersten „Je suis Charlie“ – Graffiti. Das Entsetzen war groß, die Solidarität auch. Aber niemand erwartete Auswirkungen auf seinen eigenen privaten Bereich. Das Attentat war ja eins „auf Ansage“, gezielt gegen Journalisten, die sich – in den Augen der Attentäter – persönlich der Beleidigung des Propheten schuldig gemacht hatten. Kein Attentat gegen normale Bürger. Mehr…..

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