Die Neue Weltordnung 3.0 – Die Zukunft des Nahmittelostens

Wird die neue US-Administration Bodentruppen nach Syrien verlegen? Wird sie – endlich – den IS wirksam bekämpfen? An der Antwort auf diese beiden Fragen wird in den nächsten Wochen sichtbar werden, ob Präsident Trump tatsächlich die US-Nahostpolitik neu ausrichtet, oder ob er die begonnene Umgestaltung der Region weiter treibt.

Im Nahmittelosten wurde die Umstrukturierung mit dem US/NATO-Krieg gegen Afghanistan und dem US-Krieg gegen den Irak begonnen. Seit Oktober 2001, beziehungsweise seit März 2003 herrscht in beiden Ländern Chaos, obwohl dort immer noch US-Truppen stationiert sind. Der nächste Schritt in der Zerstörung der alten Ordnung der nahmittelöstlichen Nationalstaaten wurde im Dezember 2010 getan. Von Tunesien aus verbreitete sich die Arabellion – propagandistisch meist als „Arabischer Frühling“ in falscher Anlehnung an den „Prager Frühling“ von 1968 bezeichnet – über die muslimischen Nachbarstaaten im Osten: Libyen, Ägypten, Syrien. In vielen anderen Ländern flammte die Rebellion auf, wurde aber von den dortigen Machthabern wieder erstickt. Immerhin ist die Zerschlagung von Libyen, Irak und wohl auch Syrien faktisch vollzogen.

Ganz so, wie es George Friedman in seinem 2009 erschienenen Buch „Die nächsten hundert Jahre. Die Weltordnung der Zukunft“ über den Krieg der USA mit der islamischen Welt beschrieben hat: „Das Ziel war kein militärischer Sieg. Das Ziel war…..

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