31.01.2017 ,Hintergrund Smart Investor 1/2017 – Währungsausblick Die großen Weltwährungen

Perspektiven für strategisch und mittelfristig denkende Investoren

Gastanalyse von Thorsten Kraemer, Crocodile Capital GmbH, Vaduz

Nach der Wahl von Donald Trump hat sich die Agenda an den Devisenmärkten ganz erheblich verändert. Es wird erwartet, dass die neue US-Administration mit Steuersenkungen und einem Infrastrukturprogramm nach acht Jahren der Konsolidierung der Extremdefizite im Gefolge der Finanzkrise einen fundamentalen Kurswechsel hin zu einer sehr expansiven Fiskalpolitik einschlagen wird. Unklar ist eigentlich nur noch, inwieweit diese Politik im Kongress und insbesondere im Senat eine Mehrheit finden wird. Dies ist zwar wahrscheinlich, aber noch keine ausgemachte Sache.

Damit ändert sich absehbar die von monetärem Extremismus geprägte ultraexpansive Geldpolitik in den USA, der Eurozone und Japan geprägte Landschaft fundamental, denn nach acht Jahren weitgehenden Parallelverhaltens dürften die massiv höheren Haushaltsdefizite in den USA zu erheblich steigenden USD-Zinsen führen. Damit wird sich die Geldpolitik polarisieren müssen – zwischen USD-Raum einerseits und der Eurozone, Japan und China auf der anderen Seite. Hierbei sind die im nebenstehenden Kasten aufgeführten Faktoren besonders relevant:

Faktoren für die Geldpolitik

– Solvenz der Finanzinstitute

– Solvenz der Staaten

– In welchen Jurisdiktionen besteht eine hohe Fremdwährungsverschuldung,
insbesondere denominiert in US-Dollar? Mehr…..

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