Und jährlich grüßt die Terrorpropaganda

Die Entscheidung ist keine ganz einfache für Redaktionen: Wie und wie viel berichtet man über den sogenannten „Islamischen Staat“? Die Gefahr, die dabei immer besteht: Durch die Übernahme von Fotos und Videos und anderem Propagandamaterial wird man schnell selbst zum Sprachrohr der Terrororganisation. Auf der anderen Seite will man seine Leser/Hörer/Zuschauer aber auch über das informieren, was in den Gebieten passiert, die der sogenannte „IS“ kontrolliert.

Wie man es auf jeden Fall nicht machen sollte, zeigten in der Vergangenheit „Bild“, Bild.de und „Focus Online“, die Fotos und Videos des sogenannten „IS“ veröffentlicht hatten, auf denen Hinrichtungen zu sehen waren, die Opfer teilweise nicht mal verpixelt. Auch das Team von „Spiegel Online“ agierte nicht gerade glücklich, als es Propagandaaufnahmen der Terroristen aus der irakischen Stadt Mossul übernommen hatte.

Beim österreichischen Knallportal oe24.at hat man sich offenbar dazu entschlossen, sich gar nicht erst Gedanken zu machen über den Umgang mit Terrorpropaganda und stattdessen alles rauszupfeffern, was der sogenannte „Islamische Staat“ so hergibt und reichlich Reichweite bringen könnte.

Zum Beispiel der „7-Stufen-Plan“. Diesen Artikel hat die Redaktion vor gut einer Woche veröffentlicht:

Zum Hintergrund: Der „7-Stufen-Plan“ stammt eigentlich aus einem Buch des......

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