2017: Europas Jahr der Wut

Überall in Europa hat das EU freundliche Establishment einen guten Grund, Angst vor den Wahlen auf dem Kontinent zu haben. Von James Forsyth für www.Spectator.co.uk, 31. Dezember 2016

Nach dem Tumult von 2016 könnte Europa ein Jahr der Ruhe ganz gut gebrauchen. Es wird aber keines bekommen. In vier der sechs Gründungsmitglieder des europäischen Projektes stehen Wahlen an und die populistischen euroskeptischen Kräfte sind in jedem davon auf dem Vormarsch. Es wird dabei mindestens einen Regime Change geben: Francois Hollande hat akzeptiert, das er zu unpopulär ist, um wieder als Präsident anzutreten und es wäre eine Überraschung, wenn er der einzige bliebe, der geht. Andere werden wohl weiter versuchen, sich an ihrer Macht festzukrallen, allerdings wird ihr Griff zunehmend geschwächt vom Erfolg der Populisten.

Auch das Gespenst des finanziellen Zusammenbruchs geistert noch immer durch die europäische Politik. Das Geld wurde gedruckt und die Banken gerettet, aber die Erholung bestand in einer großen Stagnation der Lebensstandards, was zu Entfremdung, Entsetzen und Wut führte. Donald Trump hätte sich ohne diese Wut weder die republikanische Nominierung holen können, geschweige denn die Präsidentschaft – und die Bedingungen, unter denen Trump seinen Sieg…..

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