Den Trackern auf der Spur: Forscher geben Einblick in die kommerzielle Überwachungsindustrie

Überwachen, sortieren, berechnen – die Geschäftsmodelle der Datenökonomie sind simpel, doch über die Branche ist wenig bekannt. Eine Studie und ein 33c3-Talk geben Einblicke in das Geschäft mit unseren Daten. Forscher sehen tiefgreifende gesellschaftliche Konsequenzen und warnen vor einem „Big Data Divide“.

Foto: Carlos Muza unter CC0 via unsplash

Weit mehr als Marketing: Kommerzielle Überwachung. Foto: Carlos Muza unter CC0 via unsplash

3 Milliarden Verbraucherprofile aus 700 Millionen täglichen Social-Media-Nachrichten, Daten über die Nutzung von 15 Millionen Webseiten und Einkäufe bei 1 500 Händlern. Mit diesen Zahlen wirbt der Software-Riese Oracle für seine noch jungen Dienste im Geschäft mit persönlichen Informationen. Beim 33. Chaos Communication Congress stellte der Wiener Privacy-Forscher und Netzaktivist Wolfie Christl heute Erkenntnisse seiner Forschung zu Mechanismen, Verfahren und Konsequenzen kommerzieller Überwachung vor und gewährte Einblicke in eine hochgradig intransparente Branche (Videomitschnitt).

Gemeinsam mit Prof. Dr. Sarah Spiekermann von der Wirtschaftsuniversität Wien hat Christl im Oktober nach mehreren Jahren Recherche die englischsprachige Studie „Networks of Control“ veröffentlicht: „Ein Bericht über kommerzielle Überwachung, digitales Tracking, Big Data und Privatsphäre“ wie es im Untertitel heißt. Einen detaillierteren Überblick über Potenziale und Praxis der….

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