Den Tabakkonzernen zu Diensten: FDP, SVP und NZZ

In Indonesien rauchen Kinder u.a. besonders starke Zigaretten aus der Schweiz © Vanguard

Die Rückweisung des Tabakgesetzes erlaubt es Tabakkonzernen, die Schweiz weiterhin als Basis für ihr Treiben zu missbrauchen.

Verkauf und Export von besonders starken Tabakwaren sind heute in praktisch allen zivilisierten Industriestaaten verboten. Doch von der Schweiz aus können Tabakkonzerne diesen «starken Tabak» weiterhin massenweise in Entwicklungsländer exportieren. In der Schweiz selber dürfen die Tabakkonzerne Sportanlässe und Jugendfestivals weiterhin sponsern, und in Kinos und – in Kantonen, die das noch nicht verboten haben – auf öffentlichem Grund für Zigaretten werben.

So haben es am 9. Dezember 2016 101 bürgerliche Nationalratsmitglieder entschieden. Über ein neues Tabakproduktegesetz wollten sie nicht einmal debattieren, sondern wiesen es an den Bundesrat zurück. Unter den FDP-Parlamentariern gab es ein einziges weisses Schaf, welches das Gesetz im Parlament behandeln wollte: Der Tessiner Ignazio Cassis – ein Arzt. Dagegen polterte das FDP-Sprachrohr Bruno Pezzatti aus Zug….

Kommentare sind geschlossen.