Negativzins bei Unternehmensanleihen – Wie die EZB Wohlstandsdiebstahl betreibt

Money for nothing – der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) vom März 2016 wirkt nach: Ein Leitzins von null Prozent bietet den Banken kostenloses Geld für die Kreditvergabe. Bei einem Anstieg der Bilanzsumme von 2,2 auf 3,4 Bill. Euro seit Beginn des Anleihekaufprogramm im März 2015 hat es bislang ein Volumen von 1.233 Mrd. Euro erreicht. Neuerdings darf die EZB neben Staatsanleihen (Stand Sept.: 1.002 Mrd. Euro), Pfandbriefen (191 Mrd. Euro), ABS-Verbriefungen (20 Mrd. Euro) außerdem auch „gute“ Unternehmensanleihen (20 Mrd. Euro) ankaufen.

Da das Inflationsziel von zwei Prozent mittelfristig nicht erreichbar sein wird, steht das Handeln der EZB unter einem Glaubwürdigkeitsverlust. Mit dem Null-Leitzins ist die Zinsuntergrenze erreicht. Der negative Strafzins von -0,4 Prozent für Einlagen bei der EZB dürfte die Kosten der Bargeldhaltung bei Banken und Privatkunden für Safe und Versicherung erreicht haben, so dass auch hier eine Steigerung ohne Ausweichreaktion kaum mehr denkbar….

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