Die Manipulation der Tabakindustrie ist legendär

Der Genfer Präventivmediziner kassiert von Philip Morris jährlich 80'000 Dollar © cc

Parlamentarier wollen das neue Tabakproduktegesetz zugunsten der Industrie verwässern. Auf Kosten einer wirksamen Prävention.

Red. Der Nationalrat debattiert in der Wintersession über ein Tabakproduktegesetz. Grosse Tabakkonzerme, die in der Schweiz ihr Hauptquartier aufgeschlagen haben, zählen weiterhin auf eine Sonderbehandlung. Rainer M. Kaelin, FMH-Facharzt für Pneumologie und Innere Medizin sowie früherer Vizepräsident der Lungenliga Schweiz, zeigt auf, mit welchen Methoden die Industrie ihre Interessen durchsetzt. Mit Erfolg, wie die ausgewertete Vernehmlassung zeigt. (Zweiter Teil)

Gewerbe und Werbewirtschaft auf Seiten der Tabakkonzerne

Das vom Bundesrat vorgeschlagene Tabakproduktegesetz wird ein «Alibigesetz», denn es entspricht weitgehend den Wünschen der Tabakindustrie und ignoriert die Vorgaben der Rahmenkonvention der WHO zur Kontrolle des Tabakkonsums (Framework Convention on Tobacco Control, FCTC). Die Schweiz hat diese Konvention zwar unterzeichnet, aber als eines von ganz wenigen Ländern nie ratifiziert.

Seit dem Zweiten Weltkrieg begünstigen Staat und Politik die Tabakindustrie in....

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