Mit Thinktanks in den lukrativen Krieg

Das Establishment hat nichts gelernt: Hillary Clinton, damals US-Aussenministerin, im Oktober 2011 auf dem Weg in die libysche Hauptstadt Tripolis. Foto: Kevin Lamarque, Keystone

Nirgendwo sonst wie in Washington protzen so viele Menschen mit ihrer Pseudointellektualität, indem sie sich in «Thinktanks» zusammenrotten, Gelder von verschiedensten Interessengruppen (einschliesslich ausländischer Regierungen) sammeln und Berichte verfassen, die den Bedürfnissen der US-amerikanischen Bevölkerung komplett zuwiderlaufen. Als ehemaliges Mitglied des Repräsentantenhauses habe ich sechzehn Jahre lang erlebt, wie sogenannte ExpertInnen bei parlamentarischen Anhörungen auftauchten und auf der Grundlage ihrer wirren, oberflächlichen, realitäts- und wahrheitsfernen Argumente für Kriege plädierten. Ich erinnere mich aber auch an andere Anhörungen: Einmal war die Militärführung nicht in der Lage, den Verwendungszweck von über einer Billion Dollar in ihren Konten zu erklären. Ein andermal verlor das Pentagon jegliche Spur von zwölf Milliarden Dollar an Bargeld, das es in den Irak gesandt hatte.

Nur der Krieg bringt Geld

In Washington ist der Krieg in erster Linie ein gewinnbringender Schwindel. Wie sonst könnte man erklären, dass die sogenannte überparteiliche Aussenpolitikelite in den....

Kommentare sind geschlossen.