Die unvermeidliche Evolution schlechter Wissenschaft

Eine Simulation zeigt, wie die Anreize moderner Akademien auf natürliche Weise zu schwächeren und weniger zuverlässigen Ergebnissen führen.

Bakterien, Tiere, Sprachen, Krebs: Alles hiervon kann sich entwickeln, wie wir aus der Arbeit von Legionen von Wissenschaftlern gelernt haben. Man kann argumentieren, dass sich auch Wissenschaft selbst entwickelt. Forscher variieren ihre Verfahren und Haltungen auf eine Art und Weise, die ihren Erfolg beeinflussen, und sie geben jene Charaktereigenschaften an die Studenten in ihrer Obhut weiter. Mit der Zeit wird die ureigene Kultur der Wissenschaft durch natürliche Selektion geformt – und Paul Smaldino sowie Richard McElreath zufolge geht dies in eine unabänderliche Richtung.

Wie auch Andere hier schon angemerkt haben, liegt das Problem darin, dass das, was für individuelle Wissenschaftler gut ist, nicht notwendigerweise auch für die Wissenschaft als Ganzes gut ist. Gegenwärtig ist die Karriere eines Wissenschaftlers abhängig von der Veröffentlichung so vieler Studien wie möglich in den prestigeträchtigsten Journalen. Mehr als alles andere verschafft ihnen dies Prestige, [finanzielle] Zuwendungen und Jobs.

Jetzt stelle man sich vor, man sei ein....

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