Böser Kampf guter Kampf

Während die Russen in Aleppo böse Bomben abwerfen, um Menschen wahllos abzuschlachten (Zitat: nach der Witzfigur der Brexit-Kampagne, Boris Johnson, der jetzt britischer Außenminister spielen darf) leisten die Amerikaner über Mossul als Teil einer breiten Anti-IS-Koalition lediglich Unterstützung aus der Luft. So berichten es jedenfalls einige Medien heute, die beide Meldungen, ohne rot zu werden, aneinanderreihen.

Die gerade gestartete Offensive im Irak wird aber nicht als Auftakt zum Schlachten verstanden, sondern eher als Mutter aller Schlachten oder als Entscheidungsschlacht mit historischem Charakter. Ein Kampf, der möglichst erfolgreich verlaufen müsse, auch wenn er noch Wochen andauern sollte, wie schon einmal vorsorglich verkündet wird.

Während über den einen Kampf seit Wochen als Verbrechen gesprochen wird, soll der andere unter Führung der USA wie so oft der Befreiung dienen. Im Fernsehen laufen schon wieder die Bilder des scheinbar „gerechten Krieges“. Rauchsäulen sind zu sehen und Videoaufnahmen von Gebäuden, die genau im vorgegebenen Fadenkreuz….

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