Es tut sich was in Grossbritannien nach dem Brexit

Am 23. Juni 2016 haben die britischen Stimmbürger mit Mehrheit dafür gestimmt, die EU verlassen zu wollen. Der Abstimmung waren zahllose Warnungen vor einem Niedergang der britischen Wirtschaft, einer Abspaltung von Staatsteilen wie Schottland oder Nordirland, einer politischen Isolation des Landes usw. usw. vorausgegangen. Und auch nach dem Votum der Briten wurde zuerst vor allem eines inszeniert: Katastrophenstimmung.
Jetzt, mehr als ein Vierteljahr nach der Abstimmung, scheinen die Uhren in Grossbritannien anders gestellt zu werden. Das sieht man nicht zuletzt an den beiden grossen Parteien des Landes, der Labour Party und der Conservative Party.

Kritik am Kriegskurs der USA

Der Vorsitzende der Labour Party, Jeremy Corbyn, wurde trotz zahlreicher Kritiker aus der Parlamentsfraktion der Partei bei einer Urwahl der Parteimitglieder am 24. September als Parteivorsitzender bestätigt. Corbyn ist ein Politiker, der nicht ins kontinentaleuropäische «Normalmass» passt. Er ist ein ausgewiesener Kriegsgegner und Nato-Kritiker. Dass ihn die Parteimitglieder erneut gewählt haben, zeigt deutlich, dass die Kritik am Kriegskurs der USA und ihrer bisherigen Regierungen für viele Briten grosses Gewicht gewonnen hat. Das Land hatte bislang bei allen US-Kriegen seit den 90er….

Kommentare sind geschlossen.