GEGENWIND FÜR DIE USA

Russlands Präsident Wladimir Putin und der ägyptische Staatschef Abdel Fattah al-Sisi (Archivbild)
© Sputnik/ Alexei Druzhinin
Ägypten verhandelt mit Russland über die Verpachtung mehrerer Militärobjekte, wie die renommierte russische Zeitung „Iswestija“ am Montag schreibt. Nach ersten Verhandlungen seien bereits erste bedeutende Erfolge errungen worden.

 

Unter anderem gehe es um den früheren sowjetischen Luftwaffenstützpunkt in Sidi Barrani nahe der ägyptisch-libyschen Grenze, teilte eine Quelle aus militärdiplomatischen Kreisen mit. Die entsprechenden Verhandlungen verliefen durchaus erfolgreich, der Stützpunkt könnte schon 2019 seinen Betrieb aufnehmen.

 

„Kairo könnte ihn Moskau verpachten, um vorrangig wichtige geopolitische Aufgaben zu lösen“, so der Insider. Dort könnte ein ständiges Militärkontingent untergebracht werden, das allerdings in der ersten Kooperationsphase nicht allzu groß sei.

 

Die Errichtung eines solchen Stützpunktes würde dem aktuellen Kooperationsniveau zwischen Moskau und Kairo im militärischen Bereich entsprechen, ist das frühere Mitglied des ägyptischen Generalstabs, Talaat Musallam, überzeugt.

 

„Obwohl Russland bereits einen solchen Stützpunkt im syrischen Hmeimim hat, würde die Präsenz der russischen Luftwaffe in Ägypten Moskau die Möglichkeit geben, militärische Aufgaben auch im westlichen Mittelmeerraum zu lösen“, betonte er und führte das von USA & NATO destabilisierte Libyen als Beispiel an.

 

Der Erste Vizevorsitzende des Verteidigungsausschusses der russischen Staatsduma (Parlamentsunterhaus), Andrej Krassow, stimmte dieser Auffassung grundsätzlich zu und ergänzte, dass der russische Stützpunkt in Sidi Barrani durchaus zur Festigung der internationalen Sicherheit beitragen würde.

 

Nach Sidi Barrani würde Russland nach 45 Jahren zurückkehren. Früher befand sich dort bis 1972 ein Marinestützpunkt – so dass Russland im ägyptischen Sidi Barrani durchaus auch die Option hätte neben dem Luftwaffenstützpunkt auch einen Marinehafen aufzubauen, was enorme strategische Vorteile hinzufügen würde.

 

Nach massiven Provokationen durch USA und NATO in der Ukraine, in Syrien, sowie der US-gelenkten NATO-Expansion in Osteuropa an die russische Staatsgrenze – sieht sich Russland nun gezwungen seine Militärinfrastruktur auszuweiten. Vorgesehen werden könnten Miltärstützpunkte auf Kuba, Vietnam, Ägypten, Syrien und Venezuela.

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