Die Kraftprobe

Für Thierry Meyssan kann der syrische Konflikt jederzeit zum Weltkrieg degenerieren. Die Vereinigten Staaten sind nicht mehr in der Lage, ihre Zusagen einzuhalten, wie beim Abkommen des Eid [islamisches Opferfest] zu sehen war, aber wollen deswegen nicht ihr Ziel aufgeben (die Entwicklung Chinas und Russlands zu verhindern, um eine unipolare Weltordnung zu wahren). Moskau und Peking ihrerseits sehen sich von jetzt an in einer Position der Stärke. Wir nähern uns dem entscheidenden Moment des Umsturzes der Weltordnung oder des Atomkriegs.

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Moskau hat nie an die Aufrichtigkeit Washingtons geglaubt. Trotzdem hat es seit dem Juni 2012 ohne Ende Abkommen aneinandergereiht, die nie gehalten wurden. Es betrachtet die Vereinigten Staaten nicht als Herrn der Welt, sondern als ein Imperium im Niedergang. Im Bewusstsein der enormen militärischen Kräfte des Pentagon, vor allem der nuklearen, will es Washington freundlich zum Friedhof geleiten und verhindern, dass es aufmuckt und einen Weltkrieg auslöst.

Als Russland Washington Schritt für Schritt zur Einstellung der Feindseligkeiten während des Eid in Syrien führte, wollte es die Optionen seines „Partners“ noch ein wenig mehr beschränken. In der Tat war Washington trotz seiner beruhigenden Erklärungen nicht in der Lage, den geringsten „Gemäßigten“ von den „Extremisten“ zu trennen. Nun sah das Abkommen vor, dass die von John Kerry benannten Gemäßigten in die Kampfmaßnahmen gegen die Dschihadisten eingebunden werden sollten und dann in die Regierung der nationalen Einheit von Präsident Baschar al-Assad einbezogen würden [1]. Washington hat jetzt nur noch....

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