TTIP & CETA: Instrumente der globalen Eliten

„Freihandel“ ist ein Täuschungsbegriff: Bei TTIP & CETA geht es um die Absicherung von Finanz-Investitionen

Interview von Werner Rügemer mit den Deutsche Wirtschaftsnachrichten über transatlantische Unternehmer-Strategien, den US-Wahlkampf und die Rechte von lohnabhängig Beschäftigten.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Vor kurzem hat die chinesische Maschinenbaufirma Midea die deutsche Roboterfirma Kuka übernommen. Die Bundesregierung mit Kanzleramt, Wirtschafts- und auch noch Außenministerium und die Europäische Kommission suchten verzweifelt nach einen europäischen Investor, um den Technologie-Abfluss nach China zu verhindern. Können Sie diese Sorge nachvollziehen?

Werner Rügemer: Nein. Die Europäische Kommission und die Bundesregierung sind eingeschnürt in den Freihandelsabkommen, die gegenwärtig verhandelt werden und teilweise vor der Ratifizierung stehen – so bekanntlich das CETA-Abkommen der EU mit Kanada, das TTIP mit den USA und das internationale Dienstleistungsabkommen TISA. Damit sollen die Kapitalinteressen der westlichen Welt erstens noch stärker untereinander vernetzt werden. Zweitens sollen sie gegen die Konkurrenten und erklärten Feinde wie China, Russland, Indien, Brasilien und die linksregierten lateinamerikanischen Staaten wie Kuba und Venezuela in…

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