Das neue Camp bei Chorygi – wenn einem Verbrechen weitere folgen

Den so genannten „Bürgerkrieg“ in Syrien als etwas anderes als ein Verbrechen zu bezeichnen, das geschieht nur in der Welt unserer Politiker – in einer Welt, in der ein Angriff auf zivile Ziele als „Kriegsverbrechen“ definiert wird, was geradezu eine Vergewaltigung der Sprache ist, denn nur, weil hier massenhaft gemordet wird, verändert das nicht die Realität. Mord ist Mord, ob an einem Menschen oder an vielen. Wenn dann auch noch in beiden Fällen die Motive übereinstimmen, wie zum Beispiel Gewinnsucht, Aneignung fremden Eigentums, Rache, etc., dann dürfte sich auch vor einem Opfer der Begriffsverdrehung ein gewaltiger Berg an Fragen auftürmen.
So begann also das Verbrechen in Syrien – wo und von wem auch immer vorher geplant.
Das zweite Verbrechen war es, die flüchtenden Menschen offiziell in ein oder mehrere zentraleuropäische Länder einzuladen, nur um sie dann „am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen“, wie man so schön sagt.
Bevor man die Arme ausbreitet, um jemanden willkommen zu heißen, sollte man sich einige Gedanken gemacht haben über die Konsequenzen, was sogar im täglichen Umgang miteinander erwartet wird. So wird es niemandem einfallen, eine Einladung auszusprechen, nur um dann dem vor dem Haus stehenden Gast die Tür vor der Nase zuzuknallen.
Früher waren in meiner Vorstellung Bilder von Inseln und deren märchenhafte Häuser, das Meer, Strände, Statuen aus der antiken Zeit, Sokrates, Aristoteles etc. Symbole für Griechenland in meiner persönlichen, inneren Vorstellung.  Heute ist es Stacheldraht. Der Stacheldraht, der Griechenland zur Festung, zum Freiluftgefängnis für Flüchtlinge  vor den Toren Zentraleuropas gemacht hat.
Das dritte Verbrechen war es, die Menschen monatelang vor der Grenzlinie bei Idomeni warten zu lassen, ruhig und gelassen dabei zusehend, wie aus Hunderten Tausende wurden, die sich eng auf eng an der….

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