Minuszinsen und Geldschwund: für Bankkunden wirds ungemütlich

Minuszinsen müssen nicht verkehrt sein. Ein darbendes Wirtschaftssystem kann damit tatsächlich belebt werden, wie das “Wunder von Wörgl” in den dreißiger Jahren bewies. Wenn der “Geldschwund” jedoch in einem Fiat- statt Freigeldsystem und im europaweiten Maßstab zum Einsatz kommt, scheint das weniger gut zu funktionieren. Statt zu einer Belebung kommt es dann nur zu noch mehr Lähmung der Wirtschaft und zu einer schleichenden Massenenteignung. Diese lässt sich angesichts der jüngsten Verschärfung der “Strafzinsen” auf Bankeinlagen nicht mehr lange kaschieren. Denn auch die BILD-Leser werden mittlerweile aufgeschreckt und sollen sich fragen: “Soll ich jetzt Gold kaufen?”

Und BILD spricht mit der Kaufberatung tatsächlich eine indirekte Empfehlung aus. Man läutet also offenbar auch für Ottonormalmichel die Alarmglocken, auf dass er dem Schwund des bescheidenen Vermögens entgegentreten möge. Doch was ist eigentlich so schlimm am Negativzins? Ist das bißchen drohender....

Kommentare sind geschlossen.