Weltbevölkerungspolitik im 21. Jahrhundert

mustreadEs war still geworden um den „Club of Rome“, jener 1968 von dem italienischen Industriellen Aurelio Peccei ins Leben gerufenen Denkfabrik internationaler Wissenschaftler, die 1972 und 1974 mit zwei bemerkenswerten Studien auf sich aufmerksam gemacht hatten. Unter der Federführung des Ökonomen  Dennis L. Meadows erschien erst ein Werk mit dem deutschen Titel „Die Grenzen des Wachstums“. Zwei Jahre später legte der Club mit „Das globale Gleichgewicht“ nach.

Beide Publikationen wagten etwas zu jener Zeit unvorstellbares: Sie stellten globale Bezüge zwischen Ressourcenangebot und Nachfrage her, rechneten anhand verfügbarer Daten aus, wann es zu Verteilungskämpfen kommen werde, warfen einen mehr als kritischen Blick auf die unkontrollierte Vermehrung der Menschheit – kurz: Sie legten sich vom religiösen Traumtänzer bis zum endlos wachsen wollenden Global Player mit so ziemlich jedem an, der damals Rang und Namen hatte.

Vor allem ihre Prognosen zum Bevölkerungswachstum stießen auf vehementen Widerspruch nicht nur der Kleriker-Fraktion, die das „Seid-fruchtbar-und-mehret-Euch“ als Dogma des irdischen Paradieses auf ihren Bannern stehen hatte – auch jene damals noch rudimentär verankerten Vorläufer linksgrüner Naturträumer griffen Meadows und seine Forscher massiv an, indem sie deren Frage nach globaler Bevölkerungskontrolle nicht nur nicht aufgriffen, sondern als faschistische Argumentation wider die Menschlichkeit anprangerten. Mehr...

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