Medizinskandal: Tödliche Arzneimitteltests an wehrlosen Psychiatrie-Patienten

Schweiz: Medikamente an Patienten in Psychiatrischer Klinik getestet
In einer Psychiatrischen Klinik in der Schweiz wurden Ende der 1950er Jahre nicht zugelassene Medikamente an Patienten getestet. Mehrere Personen kollabierten während der Tests. In Schweizer Medien ist auch von einem Todesopfer die Rede.

Nicht zugelassene Medikamente an Patienten getestet
„Teilnehmer für eine Arzneimittelstudie gesucht“ oder „Verdienen Sie gutes Geld als Testperson“ – solche und ähnliche Aufrufe kann man immer wieder in Anzeigen im Internet lesen. Meist sind es Pharmaunternehmen oder Universitäten, die gesunde oder auch kranke Testpersonen für ihre Forschungen benötigen. Allein in Deutschland werden pro Jahr rund 1.200 solcher Studien durchgeführt, an denen insgesamt etwa 10.000 Probanden beteiligt sind. Doch längst nicht alle Medikamententests werden beziehungsweise wurden mit freiwilligen Teilnehmern durchgeführt. So sind Medienberichten zufolge Ende der 1950er Jahre in der Psychiatrischen Klinik im schweizerischen Herisau (Kanton Appenzell Ausserrhoden) nicht zugelassene Medikamente an Patienten getestet worden.

In einer Psychiatrischen Klinik in der Schweiz wurden Ende der 1950er Jahre Medikamententests durchgeführt. Eine Patientin starb damals. (Bild: Syda Productions/fotolia.com)
In einer Psychiatrischen Klinik in der Schweiz wurden Ende der 1950er Jahre Medikamententests durchgeführt. Eine Patientin starb damals. (Bild: Syda Productions/fotolia.com)

Patientin bei Versuch gestorben
Auch wenn die Faktenlage derzeit noch etwas dürftig ist, steht wohl fest, dass in der…

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