Paramilitarismus in Kolumbien – Der illegale bewaffnete Arm der Eliten und des Kapitals

Paramilitärische Strukturen bestehen weiter fort und werden als Instrument des schmutzigen Krieges und der Vernichtung der Opposition wiederbelebtParamilitärische Strukturen bestehen weiter fort und werden als Instrument des schmutzigen Krieges und der Vernichtung der Opposition wiederbelebt

1. Einführung

Die Paramilitärs in Kolumbien sind der bewaffnete Arm der Eliten, der von allen staatlichen Behörden, auf sämtlichen Verwaltungsebenen und in allen sozialen Schichten unterstützt wird oder damit verwoben ist1. Sie wurden mithilfe der kolumbianischen Armee, mehrerer kolumbianischer und US-amerikanischer Geheimdienste und von Söldnern gebildet. Der Paramilitarismus ist ein strategisches Projekt und ein integraler Bestandteil des Staates. Die Paramilitärs spielen eine zentrale Rolle bei der Durchsetzung eines kapitalistischen neoliberalen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells mit enormen Verdienstspannen. Diese sind auf die Intensivierung des Krieges und des Paramilitarismus zurückzuführen. Präsident Álvaro Uribe Vélez (2002-2010) verstärkte den von der vorhergehenden Regierung eingeschlagenen neoliberalen Kurs weiter und privatisierte die Staatsunternehmen in….

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