Rauf oder runter? Die Sonntagszeitungen im Dilemma

Sonntagszeitungen © AZ Medien

Flüchtlingskrisen-Bewirtschaftung mit «Sex-Appeal»…

 Christian Müller / 18. Jun 2016 – Die Sonntagszeitungen rücken näher zum Boulevard – und schaden sich dabei selbst. Ihre Situation ist schwierig geworden.

Tageszeitungen gibt es seit Urzeiten. Die NZZ zum Beispiel wurde schon 1780 gegründet. Und sie funktionierten, auch kommerziell, eigentlich immer recht gut. Klar, gelegentlich machte auch früher schon mal die eine oder andere die Kippe oder wurde von der örtlichen Konkurrenz übernommen. Vor allem die sozialdemokratischen und katholischen Parteiblätter verschwanden schon im letzten Jahrhundert, weil der Erlös aus den Anzeigen bei ihnen nicht so üppig floss wie bei den wirtschaftsnahen Blättern aus (damals) freisinnigen Häusern.

So oder so, die Zeitungen wurden immer auch wieder mal totgesagt, das erste Mal beim Aufkommen des Radios, als die News ja deutlich schneller zu hören als in den Zeitungen zu lesen waren, und dann auch wieder beim Aufkommen des Fernsehens, da der Nachteil des Radios, keine Bilder zeigen zu können, ja jetzt auch behoben war. Doch das Umgekehrte trat ein: Radio und Fernsehen weckten das allgemeine Interesse am Tagesgeschehen, und die Leute wollten zuhause «schwarz auf weiss» bestätigt und…

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