Saudi-Arabien hat den »Erdölkrieg« verloren

Armes Saudi-Arabien. Das Land hat es noch nicht begriffen, aber es hat seinen Erdölkrieg verloren. Der Krieg in seiner gegenwärtigen Phase begann im September 2014, als der im Sterben liegende damalige saudische König Abdullah und sein damaliger Erdölminister Ali Al-Naimi dem amerikanischen Außenminister John Kerry erklärten, sie stünden Washington liebend gern dabei zur Seite, die Welterdölpreise massiv einbrechen zu lassen. Es zeichnet sich rasch ab, dass das Hauptanliegen der Saudis darin bestand, die immer stärker werdende Konkurrenz auf den weltweiten Erdölmärkten auszuschalten, die die saudische Vormachtstellung gefährdete. Mit den sinkenden Erdölpreisen wollten sie so die amerikanische Ölschieferindustrie mit ihren hohen Förderkosten in den Ruin treiben. Demgegenüber verfolgten Kerry und Washington das vorrangige Ziel, Russland zusammen mit den verhängten Sanktionen schweren wirtschaftlichen Schaden zuzufügen, da die russischen Einnahmen aus dem Erdölgeschäft bei sinkenden Preisen massiv zurückgehen würden. Aber keiner der beiden »Verbündeten« erreichte sein Ziel. Mehr…

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