Die Re-Kolonisierung Libyens

All denjenigen, die meinen die Kolonial-Zeit sei beendet, schlagen die Beispiele des Irak, Libyens und Syriens ein heftiges Dementi ins Gesicht. Die USA haben 2001 beschlossen im Durch-Marsch und der Logik der Attentate, diese drei und einige weitere Länder anzugreifen.

Sicher, der Krieg gegen Tripolis und Damaskus ist erst zehn Jahre später ausgebrochen, die Zeit, um einerseits diese Staaten ihrer Verteidigung zu berauben und andererseits internationale Koalitionen zu bilden und das Kolonial-Ziel als „humanitäre Aktion“ verschleiern zu können. Zurück zum Fall Libyen.

Die Re-Kolonisierung Libyens – Ein Artikel von Manlio Dinucci bei Il Manifesto (Italien) übersetzt von Ralf Hesse

In der Komödie der Doppeldeutigkeiten für das kleine Theater der Politik, hat der erste Schauspieler Renzi gesagt, daß in Libyen : „Italien seinen Teil übernehmen wird“, während er – nachdem das Pentagon erklärt hatte, daß Italien die „Führungsrolle“ übernehmen wird, erklärt hat: „Ein militärisches Engagement Italiens in Libyen steht nicht auf der Tagesordung“, obwohl diese in Wirklichkeit bereits begonnen hatte mit Sondertruppen, die das Paralment dem Premierminister unterstellt hatte. Um offiziell grünes Licht geben zu können, wartet dieser, daß sich in Libyen „eine supersolide Regierung bildet, die uns nicht die Irrtümer der Vergangenheit noch einmal machen läßt“.

Werfen wir, in der Erwartung, daß man in der lybischen Wüste das Wunder einer „supersoliden Regierung“ erscheinen läßt, einen Blick in die Vergangenheit… 

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