Camerons Panik – „Selbstzerstörung“

In vier Wochen findet die Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU statt. Den Euro können die Briten dabei nicht verlieren, denn den haben sie vorsichtshalber nicht angenommen.

Auch sonst werden sie wohl nichts verlieren, sondern eher viel gewinnen.

David Cameron hätte nach dem Brexit jährlich rund 5 Milliarden Euro mehr in der Staatskasse. So viel liefern die Briten nämlich pro Jahr netto bei der EU ab, obwohl sie als Europameister im Aushandeln von EU-Rabatten sowieso schon viel billiger davonkommen als Deutschland.

Export und Import innerhalb der EU machen nur ungefähr ein Siebentel des gesamten Außenhandels der Briten aus – und ihr seit rund 30 Jahren ununterbrochen bestehendes Außenhandelsdefizit entsteht durch Importe von Volkswirtschaften außerhalb der EU.

Daran würde sich durch einen EU-Austritt voraussichtlich kurzfristig gar nichts ändern. Dass die Kommissare in Brüssel so bescheuert wären, die Insel mit massiven Zöllen für den Austritt zu bestrafen, kann ich mir nicht vorstellen. Kleinere Verschiebungen der innergemeinschaftlichen Handelsströme könnten sich mit der Zeit einstellen, doch um die von Cameron an die Wand gemalten 500.000 Jobs tatsächlich zu verlieren, müsste der gesamte Export Großbritanniens in die EU vollständig und ersatzlos wegfallen – und dafür…..

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