Seymour Hersh: „Im Sinn einer Antiterrorstrategie ist unsinnig, was wir tun“

Der Pulitzer-Preisträger und investigative Journalist Seymour Hersh beim Leipziger Buchkongress im Oktober 2010.

foto: ap/eckehard schulz

Der Journalist schildert, wie das US-Militär Barack Obamas Politik konterkarierte und im Stillen mit der syrischen Armee kooperierte STANDARD: In Ihrem Buch „The Killing of Osama Bin Laden“ schreiben Sie von einer stillschweigenden Kooperation des amerikanischen Militärs mit dem syrischen, um Bashar al-Assad an der Macht zu halten, besonders unter Martin Dempsey, der bis September 2015 Generalstabschef der Armee war. Wann hat diese Ihren Informationen nach begonnen? Seymour Hersh: Im Frühjahr 2013 häuften sich Geheimdienstberichte über Beweise, wonach Al-Nusra und andere syrische Rebellengruppen einschließlich des „Islamischen Staats“, auch wenn der damals noch nicht so gut organisiert war, die Gemäßigten verdrängt hatten. Irgendwann nach Gaddafis Tod im Oktober 2011 hatten wir angefangen, über geheime Kanäle Waffen aus Libyen über die Türkei nach Nordsyrien zu….

Kommentare sind geschlossen.