Die Ukraine, der Kapitalismus und die Kriegsgefahren

So richtig der Satz des französischen Sozialisten Jean Jaures ist, der Kapitalismus trägt den Krieg in sich, wie die Wolke den Regen, so sehr ist es wichtig, den antikapitalistischen Blick auf das System als Ursache des Übels mit der konkreten Analyse der jeweils gegenwärtigen Lage quasi diagnostisch konkret zu verbinden. Wolfgang Bittners Buch über die US-Machtpolitik am Beispiel der Ukraine leistet hier Wichtiges.

Es reicht allerdings nicht, sich gegen strategische Machtpolitik des Imperialismus zu wenden. Was der Soziologe Max Horkheimer einst zum Faschismus sagte, gilt auch für den Krieg: „Wer …vom Kapitalismus nicht reden will, soll vom Faschismus schweigen.“ Doch: In der Tat reicht es nicht, sich alleine dafür einzusetzen, dass der Kapitalismus als Grundübel von der Weltbühne der Geschichte verschwindet, sonst existiert die Kriegsgefahr fort. So richtig das ist, befähigt die rein antikapitalistische Position alleine noch….

Kommentare sind geschlossen.