Wussten Sie das? US-Sondereinheiten kämpfen in Libyen und in Somalia

Daniel McAdams  

Angesichts der anhaltenden größeren Kriege der Vereinigten Staaten von Amerika gegen den Irak, Afghanistan, Pakistan, Syrien und andere kann es leicht zum neuen „Normalzustand“ werden, dass Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika auch in (relativ) kleinen Zahlen an Orten kämpfen, von denen wir gar nichts hören, in Kriegen, die die Medien nicht in Frage stellen, in blutigen Konflikten, um die sich der Kongress nicht kümmert, geschweige denn darüber debattiert oder sie genehmigt.

Früher war es berichtenswert, wenn Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika im Ausland kämpften. Heute jedoch ist die totale Militarisierung der Welt durch die Vereinigten Staaten von Amerika dermaßen unumstritten, dass der durchschnittliche Amerikaner dadurch anscheinend nicht aus der Ruhe gebracht wird.

Zum Beispiel haben die meisten Amerikaner nichts davon gehört oder sich nicht darüber den Kopf zerbrochen, als sie hörten, dass US-Sondereinsatztruppen gestern in Somalia Luftangriffe anforderten, während sie an der Seite ugandischer Kräfte operierten, die gegen Kämpfer von Al-Shabaab vorgingen.

Warum unterstützen die Vereinigten Staaten von Amerika die Ugander? Warum sind die Ugander überhaupt in Somalia? Bildet Al-Shabaab eine dermaßen eindeutige und akute Gefahr für die Vereinigten Staaten von Amerika, dass der Präsident US-Soldaten schicken musste, ohne den Kongress zu verständigen? Niemand stellt diese Fragen (außer uns natürlich).

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben seit einigen Jahren Drohnen benützt, um Al-Shabaab anzugreifen, eine kleine Gruppe ohne jegliche internationalen Ambitionen, aber auch darüber wird selten in den Medien berichtet. Es ist einfach normal, dass sich Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika in Somalia befinden. Immerhin sind sie nur „Berater“ – bis sie Luftangriffe anfordern.

In dieser Woche erfuhren wir auch, dass Sondereinsatzsoldaten der Vereinigten Staaten von Amerika ihre Stiefel seit Ende letzten Jahres auf libyschem Boden hatten, um das Terrain für einen vollen Einmarsch der Vereinigten Staaten von Amerika (oder sollten wir sagen Wiedereinmarsch?) in dieses Land vorzubereiten.

Der Angriff der Vereinigten Staaten von Amerika gegen Libyen im Jahr 2011 sollte angeblich einen schlimmen Diktator stürzen und den Menschen in Libyen eine neue demokratische Ära bescheren. Stattdessen, so stellte sich heraus, halfen die Bomben der Vereinigten Staaten von Amerika nur al-Qaeda, das Land in den Würgegriff zu nehmen. Die Teile, die von bin Ladens alter Bande nicht kontrolliert wurden, wurden von ISIS vereinnahmt.

Die „Befreiung“ Libyens durch die Vereinigten Staaten von Amerika war eine derartige Katastrophe, und die Leute, die einen Rosengarten versprochen hatten, lagen so schrecklich daneben (wie üblich), dass die Vereinigten Staaten von Amerika schon seit Monaten insgeheim eine weitere Invasion planen.  

Kleine Kriege. Nicht genehmigte Kriege. Teure Kriege. Tödliche kleine Kriege. Die Politik der Vereinigten Staaten von Amerika ist ein Hammer, und alles, was sie sieht, sind Nägel. Antikrieg

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