Türkisch-syrische Grenze: Worauf warten die Kurden?

Die kurdische YPG (Gelb) hätte schon längst die letzten Nachschubwege des IS (Schwarz) zur Türkei schließen können. Die nötige Manpower haben die Kurden für dieses wichtige Unterfangen. Auch die Luftunterstützung durch russische Kampfjets sei gesichert. Aber bisher gibt es scheinbar kein grünes Licht aus Washington, was bei den Kurden für Verärgerung sorgt. Damit wird eine zentrale Forderung Erdogan’s erfüllt, wonach der Grenzübergang für den IS geöffnet bleiben muss.

Zwar bewachen russische Kampfbomber die Grenzregion und stören den Schmuggel von Waffen und Öl zwischen dem IS und der Türkei, aber komplett unterbinden wird man diesen nur mit der vollständigen Schließung der Nachschubwege.

Sollte es den Kurden nicht bald gelingen diesen Korridor vollständig zu schließen, wird die Türkei versuchen, eine Puffer- und Flugverbotszone in dieser Region zu etablieren. Dieser Plan wird offiziell von Merkel unterstützt, allerdings von Obama abgelehnt (es fehlt ohnehin ein Mandat der UN). Moskau, Teheran und Damaskus warnten Erdogan vor diesen völkerrechtswidrigen Schritt und drohten mit präzisen Luftschlägen gegen die türkischen Invasionstruppen.

Beobachter vermuten, dass Putin auf diesen „Fehler“ Erdogan’s wartet und ihn indirekt mit dem Teilabzug der russischen Streitkräfte sogar zu diesem Schritt ermuntern wollte. Sollte diese „Falle“ zuschnappen, wird Russland mit geballter Macht antworten und die NATO hätte gleichzeitig keine Möglichkeit zu reagieren.

Man darf also gespannt sein, wie weit Erdogan deshalb gehen wird. Der „Rücktritt“ von Ministerpräsident Davutoglu soll angeblich damit im Zusammenhang stehen. Davutoglu wollte demnach einen Einmarsch türkischer Truppen nach Syrien – und damit einen möglichen Krieg gegen Russland – nicht verantworten.

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Rot: Syrische Armee (SAA)
Gelb: Kurden (YPG)
Schwarz: ISIS/IS (Daesh)
Grün: Al-Nusra Front/FSA (Al-Kaida)……Klick Bild für grösser

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