Merkels Drang nach Osten

10408704_764467646974703_4616008561824264297_nEin Satz wie in Pudding gegossen: „Hier sind einige Verstärkungen möglich, die werden wir im Augenblick auch prüfen“. So schwiemelt die Bundeskanzlerin über die neue deutsche Führungsrolle im Kampf gegen Russland. Die Bundeswehr soll die Führung eines neuen NATO-Bataillons in Litauen übernehmen, das „den Russen“ abschrecken soll – zwei Steinwürfe vom russischen Kaliningrad entfernt. „Möglich prüfen“: Das ist im Merkel-Deutsch so gut wie beschlossen. Auch die verdrehte NATO-Logik klingt nach Merkel: Weil die NATO mehr Truppen ins Baltikum verlegt, bedroht „uns“ der Russe.

„Mutti“ soll der kleine Fritz jüngst gesagt haben, „Mutti“, wenn ich mal groß bin, mache ich Außenpolitik. Da kann man so viel lügen wie man will!“ Denn nachdem die Merkel den Russen die Peitsche der Aufrüstung gezeigt hat, schiebt sie gleich Zuckerbrot hinterher: „Wir müssen immer wieder die Gesprächsfähigkeit (mit Russland) auch herstellen und ermöglichen. Das halte ich für sehr wichtig“. Es ist das seltsame Deutsch der Kanzlerin, das den Russen abschrecken könnte: Die Fähigkeit zu.

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