Propaganda tötet

AnimalFarm300Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Unser Gehirn ist in hohem Maße plastisch um sich der Umgebung anzupassen. Erregungspotentiale verflachen in der täglichen Aus­ein­an­der­setzung mit mörderischem Wahnsinn, dessen Ausmaß wir weder ansatzweise ermessen noch dauerhaft verkraften können.

In der realen Anschauung des Mordens sind wir schockiert, weil wir uns selbst im Opfer sehen und empathische Menschen dessen Leid nachempfinden. Mit der Zeit aber stumpfen wir ab, weil kein Zentralnervensystem eine ständige Erregung oder gar Todesfurcht aufrecht erhalten könnte ohne wahnsinnig zu werden. Wen heute der Gedanke gruselt, allein in einer Leichenhalle länger als wenige Minuten zu verbringen, der kann dennoch in wenigen Jahren zum erfolgreichen und routinierten Pathologen ausgebildet werden, der über seine früheren Ängste nur noch schmunzeln wird.

Auch die Kopfabschneider des IS, die Mörder und Folterknechte der US und die Massenmörder der SS waren einmal unbelastete Kinderseelen, aus denen Ärzte, Lehrer oder ehrbare Handwerker hätten werden können, wenn man ihnen nicht mit physischer und/oder psychischer Gewalt das Gehirn zur Quälerei und Ermordung ihresgleichen umformatiert hätte. Das wichtigste Werkzeug dieser Formatierung zu Hass und Gewalt ist Propaganda.

Propaganda erschafft Feindbilder, rechtfertigt Gewalt und Militanz und fördert oder fordert….

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