Das Handelsimperium: Neue politische Spielräume durch Fracking

Außenpolitische Planungen und Projektionen. Der Fracking-Schock – Teil 3

In dieser Woche wird US-Präsident Barack Obama eine kurze Auslandsreise beginnen. Am Ende seiner zweiten Amtszeit sind mehrere Baustellen in der internationalen Politik offen, denen der Regierungschef höchste Priorität eingeräumt hat. Dazu gehört sicher der Besuch in Deutschland, um zum Start der Hannover Messe, am kommenden Sonntag, den 24. April, der deutschen Industrie noch einmal klarzumachen, welche Vorteile der Freihandel mit den USA hat.

Die zentrale außenpolitische Priorität des Weißen Hauses besteht darin, möglichst noch in diesem Jahr den transatlantischen Freihandelsvertrag mit Europa, TTIP, abzuschließen. Die Freihandelszone mit Südamerika und den asiatischen Staaten, die transpazifische Partnerschaft TPP, wurde bereits im Herbst unterzeichnet. Zusammen ergeben sie eines globales Handelsimperium, das – passend zum Begriff ‚Trade‘ – ein globales T-Profil mit Nordamerika im Zentrum bildet.

Vermischung von Wasser Fracking-Flüssigkeiten. Bild: Joshua Doubek. Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Vorher muss Obama jedoch den Gipfel der Golfstaaten in Saudi-Arabien besuchen. Das Treffen mit den Golf-Monarchen ist aus diplomatischer Perspektive der weit schwierigere Termin. Noch auf dem letzten US-GCC-Summit im Mai 2015 hatte Barack Obama die amerikanischen Sicherheitsgarantien für…

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