Never say anything“ – Was Großmächte zerstören

Buchcover Never say anythingJa wie passt das eigentlich zusammen: Unsere in der Tat sinnvollen vermeintlich nur „westlichen“ Werte, also Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und freie Presse und kritikfähig seine eigenen Ansichten äußern dürfen – und andererseits eiskalt operierende Auslandsgeheimdienste, wie die inzwischen berüchtigte „NSA“? Nun, es passt nicht zusammen, es wird der Humanismus – wie er uns in guter Pädagogik seit Kant vorschwebte – ganz und gar verhöhnt. Überall auf diesem Globus werden in uferlosem Profitinteresse grauenhafte Machtspiele betrieben. Ein Hohn auf die Zivilgesellschaft, allerdings unterschiedlich gravierend. Die so genannten „Großmächte“ veranstalten alles Mögliche an medialem Wort- und Bild-Geklingel, um den schönen Schein von staatlicher Verantwortung über ihr gewalttätiges geopolitisches Kalkül zu drapieren, schließlich sollen wir, die steuerzahlenden BürgerInnen überall auf der Welt brav weiter dran glauben, dran glauben an den gütigen „Vater Staat“ und nicht völlig fassungslos aus zum Teil mörderischen Inszenierungen womöglich einfach aussteigen. Wie aber können wir den eigentlichen Fakten auf den Grund gehen, wie die diversen Verblendungs-Industrien klug durchschauen, ohne uns den dummdreisten Tricks von AFD und Konsorten zu ergeben? Auch wer von vermeintlich linker Seite sich in obskuren Verschwörungstheorien genüsslich und marktschreierisch tummelt, macht es sich viel zu einfach, ja ergeht sich in billiger Doppelmoral, fixiert sich auf nur ein einziges Feindbild.

Jetzt hat der seit langen Jahren erfolgreiche Nahost-Experte Michael Lüders mit seinem Politthriller „Never say anything“ einen spannenden Roman vorgelegt, der es zum Einen schafft, die Geschichte einer jungen Berliner Journalistin zu erzählen, die auf einer Recherche-Reise in Marokko ungewollt in ein…

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